Was ist Detoxing?

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Detoxing: Fasten im Trendsetterformat

Stress, Umweltgifte, zuviel Fett und Zucker, Koffein, Nikotin und Alkohol heißen die Bedrohungen und Verlockungen, denen dein Körper viel zu häufig ausgesetzt ist. Dieser ungesunde Lebenswandel hinterlässt seine Spuren. Du fühlst dich schlapp, übermüdet und unruhig zugleich. Vielleicht haben deine Haare ihren Glanz verloren, die Haut wirkt fahl, gealtert und unrein, die Fingernägel werden brüchig. Zu allem Überfluss bleibt dir kaum noch Zeit für Sport und lästige Pfunde setzen sich gnadenlos an allen möglichen und unmöglichen Stellen deines Körpers fest. Kurz gesagt: Du bist Detoxreif

Detox = Entschlackung?

Falls du nach einer wörtlichen Übersetzung für „Detox“ suchst, wirst du dein Wörterbuch vergeblich bemühen. Die gibt es nicht. Aber eine ganz brauchbare Definition wäre diese:
Ein Prozess oder ein Zeitraum, in dem der Körper durch Verzicht, von giftigen oder gesundheitsschädlichen Substanzen befreit wird; Entgiftung.
Zugegeben, ist Körperentgiftung keine noch nie da gewesene Idee. Schließlich wurden schon unter Hippokrates die Folgen von Trägheit und Völlerei mit speziellen Fastenkuren radikal bekämpft und so die vermeintlichen Schlacken aus dem Körper hinaus geschwemmt.

Enthaltsamkeit mit Jokern

Nun hört sich Detoxing tatsächlich wesentlich attraktiver an als „entschlacken“ Zudem ist der Menüplan nennenswert abwechslungsreicher. Dennoch kommst du um Enthaltsamkeit, was Fasten eigentlich bedeutet, kaum herum. Fleisch, Wurst und Käse sind tabu. Dafür kommt frischer Fisch auf den Tisch. Vorzugsweise reich an wertvollen Omega 3 Fettsäuren (wie zum Beispiel Thunfisch, Hering, Lachs, Makrele). Obst und Trockenfrüchte sind ebenso erlaubt wie Salat und Gemüse. Besonders alles was grün ist wie Spinat, Kohlrabi, Selleriestangen, Zucchini, Paprika etc. sollten vermehrt auf dem Speiseplan stehen. Für einen ordentlichen Eiweißschub sorgen außerdem alle Arten von Nüssen, Mandeln und Hülsenfrüchten. Auf Pasta musst du leider verzichten und stattdessen auf kernigere Beilagen wie Wildreis, Hirse oder Amarant etc. zurückgreifen. Die Verwendung von nativem Olivenöl ist nicht verboten und für die richtige Würze sorgen frische verdauungsfördernde Kräuter wie Basilikum, Oregano, Thymian und Liebstöckel, sowie Gewürze wie Fenchel, Kümmel und Knoblauch.

Detoxing unterscheidet sich auch im wichtigsten Punkt nicht von einer herkömmlichen Fastenkur: Du solltest unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Das geliebte Feierabendbierchen oder gemütliche abendliche Glas Rotwein steht natürlich nicht auf der Getränkeliste. Dafür aber reichlich Wasser, ungesüßte Kräutertees und Gemüsesäfte. Davon darfst du dir gerne zwei Liter und mehr gönnen. Wer redet denn da noch von Verzicht?

Wer darf wie lange?

Auch hier liegen keine entscheidenden Neuerungen im Vergleich zum Heilfasten vor. Bevor du detoxt solltest du dich bei deinem Arzt rückversichern, dass du dafür in der ausreichend guten körperlichen Verfassung bist. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du an Diabetes mellitus erkrankt bist. Generell solltest du nach der Detoxdiät nicht länger als sieben Tage leben.
Die begeisterten Anhänger von Detoxing stellen einen positiv veränderten Stoffwechsel, neue Energie, und ein rundum verbessertes physisches wie psychisches Wohlbefinden in Aussicht.

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